Mini-ITX Eigenbau bis 500 Euro: Arbeiten und Gaming

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Apr 282014
 

Ich war lange auf der Suche nach einem kleinen PC, der sich sowohl zum Arbeiten als auch zum gelegentlichen Zocken nach Feierabend eignet. Preislich habe ich mir ein Limit von 500 Euro gesetzt. Nach dem Lesen von vielen Tests, Forenbeiträgen, und Artikeln habe ich mir mein System wie folgt zusammen gestellt:

  • Gehäuse: CoolerMaster Elite 130 (Mini-ITX)
  • CPU: AMD Athlon X4 760K (3,8GHz, Sockel FM2)
  • Mainboard: Asrock FM2A88X-ITX+
  • Grafik: HIS Radoen R7 260x iCooler Active (1024MB)
  • SSD: 120GB Samsung 840 Evo
  • RAM: TeamGroup Xtreem Vulcan orange (8GB Kit, 2400MHz)
  • CPU-Kühler: Alpenföhn Silvretta TopBlow
  • Netzteil: BeQuiet PurePower L8 350 Watt

Kosten:

  •  48 € Gehäuse
  •  68 € CPU
  •  78 € Mainboard
  • 100 € Grafikkarte
  •  72 € SSD
  •  72 € RAM
  •  18 € Kühler
  •  40 € Netzteil

Ergibt: 496 Euro. Ich habe noch in folgende Upgrades investiert:

  • HDD: WesternDigital Blue 320 GB 2,5 Zoll für ca. 40€
  • BeQuiet SilentWings 2 120mm PWM als Ersatz für den vorhandenen Gehäuselüfter

Elite130 offen

Meine Erfahrungen:

Der Standard-Gehäuselüfter war kein PWM gesteuerter Lüfter. Da mir dies auf Dauer zu laut war, habe ich in den BeQuiet SilentWings 2 120mm PWM investiert. Und das hat sich gelohnt. Der Lüfter dreht im Leerlauf mit unhörbaren 800 Umdrehungen. Zusammen mit dem wirklich guten und leisen Alpenföhn Silvretta ist mein System die meiste Zeit fast nicht zu hören, und damit für das Arbeiten ideal. Bei höherer Last (Spiele, etc) werden die Lüfter natürlich hörbar, da ich aber dann ohnehin ein Headset aufhabe stört das nicht weiter.

Der Ein- und Aufbau eines Mini-ITX-Systems ist sicher etwas schwieriger als bei den großen Formaten. Dennoch würde ich jederzeit wieder ein Mini-ITX System wählen. Es bietet in meinem Fall ausreichend Platz (könnte locker noch 2-3 weitere Platten einbauen und auch für ein DVD/Blueray-Laufwerk ist noch Platz, auch wenn man dann 2 Festplatten-Plätze „hergeben“ muss). Etwas schwieriger gestaltete sich die gute Verlegung der Kabel, so dass diese den Luftstrom nicht stören. Da ich auf ein Laufwerk verzichtet habe, habe ich alle nicht genutzten Kabel des Netzteils in der 3,5 Zoll Aufnahme „verstecken“ können. Der kleine seitliche 80mm Lüfter habe ich nicht eingebaut. Dieser hört sich wie ein startendes Flugzeug an. Da dieser nicht regelbar ist und daher immer so laut läuft, habe ich ihn weg gelassen. Einen leisen Ersatz zu finden ist schwer, da dieser Lüfter nur 15 mm in der Tiefe messen darf. Da ich aber keine Temperatur-Probleme habe, bleibt er draußen 😉

Viele werden sich fragen, warum ich nur ein 350Watt Netzteil eingebaut habe. Ich sage: Wofür brauche ich mehr? Selbst mit Einbau weiterer Platten hätte ich noch ausreichend Reserve. Und ein SLI / Crossfire Verbund von 2 Grafikkarten ist mit diesem Mainboard ohnehin nicht möglich (und im Mini-ITX unüblich).

Fazit:

Nach meinen bisherigen Erfahrungen habe ich die für mich richtige Entscheidung getroffen. Der Windows-Leistungsindex zeigt für dieses System 7.3 Punkte an.

Die Lautstärke ist zum Arbeiten wirklich klasse, beim Spielen natürlich etwas lauter, was aber nicht weiter stört. Durch die Kombination aus HDD und SSD habe ich ausreichend Platz. Ich habe Windows (meist für Grafik, Video und Spiele) auf der SSD installiert, ein Xubuntu auf der HDD. Ein Hinweis zum Grafiktreiber für Linux findet ihr unten.

 

Hinweis zum Grafiktreiber:

Die R7 260x wurde nach der Installation und beim ersten Booten nicht richtig erkannt. Ich habe keine grafische Oberfläche bekommen und hatte nur den Terminal-Zugriff.
Es gibt im Netz einige Anleitungen, eine wirklich gute Anleitung welche ich genutzt habe ist: http://wiki.cchtml.com/index.php/Ubuntu_Saucy_Installation_Guide

 

Elite130